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Andalusien - Enviornment


Andalusien Environment

Andalusien erstreckt sich von Ost nach West über 550 km und von Nord nach Süd über durchschnittlich 170 km. Die andalusische Mittelmeerküste misst 460 km, die Atlantikküste 240 km. Tarifa bildet den südlichsten Punkt Kontinentaleuropas und liegt nur 15 km von Afrika entfernt. Andalusien ist in acht Provinzen unterteilt - Huelva, Sevilla, Córdoba, Jaén, Cádiz, Málaga, Granada und Almería - sowie in vier große geografische Regionen: die Sierra Morena, das Tal des Guadalquivir, die Berge und die Küstenebene.

In der Region gibt es einen deutlichen Unterschied zwischen dem Küstenklima mit gemäßigten Temperaturen im Winter und warmen, aber nicht zu heißen Sommern und dem Binnenklima mit seinen teilweise sehr strengen Wintern und glühend heißen Sommern. Im Juli und August kann das Thermometer in Sevilla oder Córdoba durchaus auf 36°C ansteigen, etwas weniger heiß wird es in Granada oder Jaén. Im Winter ist das Wetter sehr unbeständig. Von Dezember bis Februar werden Höchstwerte von 16°C an der Küste und 13°C in Granada verzeichnet, hier kann es sogar zu Nachtfrost kommen. Der Wind weht überwiegend aus südwestlicher Richtung vom Atlantik her, was dazu führt, dass der Osten trockener ist als der Westen. In Tarifa, wo Mittelmeer und Atlantik zusammenstoßen, sind hohe Windstärken an der Tagesordnung.

Infolge mäßiger Industrialisierung und dem noch recht ursprünglichen Charakter der Landwirtschaft hält sich die Umweltverschmutzung in Grenzen. Aber auch in Andalusien sind einzelne Unfälle zu beklagen, wie 1998, als toxische Grubenabfälle freigesetzt und breite Landstriche in unmittelbarer Umgebung des Nationalparks Doñana verseucht wurden. 60% bzw. 15 000 km2 der Naturschutzgebiete Spaniens befinden sich in Andalusien - damit sind rund 17% von dessen Fläche geschützt.

Die Flora Andalusiens weist einen überraschenden Artenreichtum auf: Man hat 5000 Pflanzenarten gezählt, darunter ungefähr 150 endemische Arten, die insbesondere in den Gebirgsregionen gedeihen. Auch die Fauna gehört zu den artenreichsten Europas - Wölfe, Steinböcke, Pardelluchse, einige Nachttiere wie die Ginsterkatze, Wildschweine oder Dachse sind in Andalusien beheimatet. Gibraltar ist bekannt für seine Kolonie von Berberaffen, die einzigen in freier Wildbahn lebenden Affen Europas. Von Frühling bis Herbst wird Andalusien zu einem Paradies für Liebhaber von Tages- und Nachtschmetterlingen. Außerdem sind 13 Raubvogelarten und viele Wandervogelarten in dieser Region heimisch: u. a. der seltene schwarze Geier, der spanische Reichsadler und der Königsadler. Die ausgedehnten Feuchtgebiete an der Atlantikküste dienen zahlreichen Wasservögeln als Lebensraum.



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