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Italien - Attractions


Frische Früchte auf dem Markt

Rom

Es führt kein Weg daran vorbei: Rom bedeutet Geschichte. Wohin man schaut, finden sich Zeugnisse jeder Epoche - Etruskergräber, republikanische Versammlungsräume, kaiserliche Tempel, frühchristliche Kirchen, mittelalterliche Glockentürme, Renaissancepaläste und Barockbasiliken. Diese einzigartige Konzentration von sichtbarer Geschichte, Mythen und Monumenten ist Kulisse für das nicht minder faszinierende, pulsierende Alltagschaos der Stadt. Schwer zu sagen, was einen am ehesten in Staunen versetzen wird - die vermessene Opulenz des Vatikans, die Zeitlosigkeit des Forums, die Höchstgeschwindigkeit eines Fiat Bambino oder die Rechnung für den Caffè latte.

Florenz

Trotz seiner überragenden kulturellen und geschichtlichen Bedeutung ist Florenz genau besehen angenehm überschaubar und eine der gemütlichsten Städte Italiens. Es erinnert noch immer stark an das kleine, mittelalterliche Zentrum, das so viel zur kulturellen und politischen Entwicklung Europas beigetragen hat. Leider kann es mit den bis zu 2000 Touristenbussen, die in der Hauptsaison täglich ankommen, aber auch zu einer der überfülltesten Touristenfallen Italiens werden.

Während Rom ein historischer Schmelztiegel ist, kehrt man in Florenz in die - um Fiats und Vespas bereicherte - Renaissance zurück: der Ponte Vecchio mit seinen Geschäften, das Wahrzeichen Duomo, die an Kunstschätzen reichen Uffizien, die Piazza della Signoria mit ihren Türmchen und die Kapellen der Medici. Erfreulicherweise sind diese unvergleichlichen Schätze alle bequem zu Fuß zu erreichen.

Venedig

Niemand wird einem widersprechen können, wenn man Venedig als einzigartig auf der Welt bezeichnet. Diese Fußgängerstadt sperrt motorisierte Gefährten einfach aus und anstelle von hässlichen Schnellstraßen durchzieht ein betörendes Gassengewirr die Stadt. Ihre harmonische Architektur entstammt ausschließlich dem Zeitraum zwischen dem 12. und 16. Jahrhundert: Sie steht in einem besonders schönen Licht, wenn sich auf ihren geheimnisvollen Mauern und reizvollen Balkonen Wasserspiegelungen abzeichnen, die ihren Weg durch Risse und Fenster finden. Dunkle Wege führen überraschend in gleißendes Licht, wo sich ein von Kirchen umgebener Platz oder einer der unzähligen von filigranen Brücken überspannten Kanäle vor einem ausbreitet. Die Atmosphäre ist verklärt und unbeschreiblich festlich.

Die Stadt breitet sich über 117 kleine Inseln aus und ist durch einen Damm, auf dem eine Straße und eine Zuglinie führt, mit der Stadt Mestre auf dem Festland verbunden. Der Canal Grande windet sich fast unbemerkt durch die Stadt, bis er als würdiger Hintergrund zur eleganten, taubenbevölkerten Piazza de San Marco mit ihrem Campanile, dem Dogenpalast und der San Marco Basilica in Erscheinung tritt. Die Seufzerbrücke führt vom Palast zu den finsteren alten Gefängnisburgen und hinter den sich wiegenden Gondolas lassen sich die unvergleichlichen Kirchensilhouetten der Santa Maria della Salute, San Giorgio Maggiore und del Redentore ausmachen.

In nur einer halben Stunde lässt sich der Weg vom Bahnhof bis zum Markusplatz zurücklegen: das heißt, nur wenn man den vielen vom Hauptweg (Lista di Spagna) abgehenden Gässchen widerstehen kann, und vorausgesetzt, dass die sporadischen Schilder, welche in unnachvollziehbare Richtungen zeigen, richtig interpretiert werden. Um die stilvollen Paläste, die sich entlang des Canal Grande aneinander reihen richtig genießen zu können, sollte man seine "ich gehöre aber nicht zu der Touristenspezies" Empfindlichkeit ablegen und in eine Gondel steigen.

Die Accademia-Brücke führt in ein ruhigeres Venedig, wo die Galleria dell' Accademia ihre einmalige Sammlung venezianischer Meister präsentiert. Die nahe gelegene Peggy Guggenheim Galerie führt den Besucher mit ihrer Kunstsammlung aus dem frühen 20. Jahrhundert in modernere Kunst- und Geschichtsepochen. Um Venedig herum warten ähnlich verführerische Inseln auf besonderes Ausdauernde: der Lido (wird unweigerlich mit Thomas Mann und Tod in Venedig in Verbindung gebracht), Murano (Herkunftsort des gleichnamigen Glases), Burano (für seine Spitzen berühmt) und das geisterhafte, in alten Zeiten stehen gebliebene Torcello, mit seiner byzantinischen Kathedrale.

Mailand

Mailands Hauptanziehungspunkte sind die Scala, der Dom (der viertgrößte der Welt), das Castello Sforzesco und da Vincis Abendmahl, daneben locken auch seine Mode oder seine Küche viele Besucher herbei. Die Stadt ist jedoch vor allem auch eine Business-Stadt und Finanzzentrum des Landes. Mailand ist ein wahres Einkaufsparadies, die Restaurants genießen einen hervorragenden Ruf und das Nachtleben ist alleine schon eine Reise wert (was nicht zuletzt dem größten Homosexuellen-Bevölkerungsanteil des Landes zu verdanken ist). Die sehr weitläufige Stadt scheint niemals zu enden, jedoch konzentrieren sich die historischen Sehenswürdigkeiten auf das Gebiet zwischen den zwei wichtigsten unter ihnen: dem überwältigend großen Dom, mit dessen Bau im Jahre 1386 begonnen wurde und der bis heute unvollendet ist - und dem mit Spitzen versehenen Castello Sforzesco. An der Piazza del Duomo lockt eine der schönsten und exklusivsten Einkaufspassagen der Welt: die Galleria Vittorio Emanuele II. Wenn man sich nicht unterwegs in den verlockenden Cafés und Boutiquen verliert, kommt man am anderen Ende auf der Piazza della Scala aus; dem weltberühmten Opernhaus gehört ein Museum an, das z.B. mit Verdis Totenmaske aufwartet. Kunstliebhaber finden in Mailand eine Vielzahl Gallerien und Sammlungen - das herausragendste Kunstwerk befindet sich jedoch im Cenacolo Vinciano, dem Speisesaal des Convento di Santa Maria delle Grazie: da Vincis Abendmahl.

Neapel & Pompeji

Das quirlig-hektische Neapel, Hauptstadt Campaniens, liegt am wunderschönen Golf von Neapel und am Fuße des Vesuv. Die Stadt ist eine der dichtbesiedeltsten Europas und in dem Gedränge schlängelt man sich durch enge Gässchen, wo man noch rasenden Vespas und tief hängender Wäsche ausweichen muss.

Höhepunkte Neapels historischer Altstadt sind unter anderem: die Piazza del Gesù Nuovo, der Duomo, der Palazzo Reale und das San Carlo Opernhaus. Die Festung des Castel Nuovo aus dem 13. Jahrhundert thront über dem Fährhafen und etwas weiter entlang der Meeresfront befindet sich Santa Lucia, das älteste Viertel Neapels. Mehr als nur einen Hauch von Fischerromantik erlebt man auf der winzigen Insel Borgo Marinaro, die von der Festung des normannischen Castel dell' Ovo fast vollständig eingenommen wird. Die griechisch-römische Sammlung im Archeologischen Nationalmuseum präsentiert unter anderem einzigartige Schätze und Funde aus Pompeji und Herculaneum.

Von Neapel leicht zu erreichen ist das geheimnisumwitterte Pompeji, der mondäne Erholungsort für betuchte Römer, der 79 n.Chr. durch einen Ausbruch des Vesuvs unter Schlick und Asche begraben wurde. Die unzähligen Ruinen, darunter mehrere Tempel, ein Forum, eines der größten uns bekannten römischen Amphitheater, luxuriöse Villen mit Fresken und Mosaiken und mehrere Straßenzüge mit Ladenräumen erlauben faszinierende Einblick in das Leben der alten Römer.

Amalfi

Eine der bezauberndsten Küsten Europas erstreckt sich über 50 km von Sorrento über Amalfi bis Salerno. Die abenteuerliche Küstenstraße windet sich im Zickzack über die Steilklippen, wobei einen das tiefe Blau des Wassers ständig begleitet. Idyllische Postkarten-Dörfer kleben wie Schwalbennester an den Steilhängen.

Positano ist der erste größere Hafen von Sorrento aus gesehen. Der Ort wirkt mit seinen wie übereinander geschichteten rosa- und honigfarbenen Häuser, die ins schillernde Meer zu stürzen drohen, wahrlich majestätisch. Wenn man näher hinschaut, findet man reizvolle Cafés und Hotels. Hinter einigen weit ausholenden Kurven liegt Amalfi, das einst als selbstständige Seerepublik Genua und Pisa Konkurrenz machte; an diese Vergangenheit erinnern das Zeughaus und der imposante Dom.

Enge Serpentinen trennen Amalfi von Ravello, das Städtchen, das die Bucht wie von einem Balkon aus überblickt. In seinem Duomo befindet sich eine Kanzel, die von Säulen in der Form von sechs Löwen getragen wird - einige auffallend schöne Villen mit hübschen Gärten tragen zum besonderen Charme Ravellos bei.

Salerno hat im Laufe der Geschichte von den Etruskern über die Römer bis hin zum Mittelalter vieles mitgemacht. Leider erlitt die Stadt im Zweiten Weltkrieg als eine der Hauptlandestellen der Alliierten Schäden von sehr großem Ausmaß.

Siena

Ein Schutzwall krönt noch heute die Hügel, die Siena umgeben - nur eines der vielen Überbleibsel vom mittelalterlichen Glanz der Stadt. Seinen einheitlich rot-braunen Gebäude verdankt die Welt das "gebrannte Siena", und eine kulturelle Blütezeit im 13. und 14. Jahrhundert führte zu dem unverwechselbaren Stil der Sienesischen Schule. Die Pest und Autokraten von den Viscontis zu den Medicis brachten den Wachstum und das kulturelle Leben zu einem abrupten Stillstand: 1348 raffte die Pest 65 000 der 100 000 Einwohner Sienas dahin. Glücklicherweise wurde Italiens schönster mittelalterlicher Platz, die Piazza del Campo mit ihrem anmutigen Rathaus und dem nicht weniger eleganten Turm noch rechtzeitig vollendet. Die gestreifte Marmorfassade des Doms von Siena ist eine unvergessliche Augenweide. Palazzi, Piazzas, Kunstsammlungen, Museen und Kirchen liegen auf relativ kleinem Raum über die Stadt verstreut, was Schusters Rappen zum idealen Fortbewegungsmittel macht.

Assisi

Zwischen den alten Mauern Assisis haben sich auf wundersame Weise inmitten allen Touristentrubels noch verschlafene Winkel erhalten. Von weitem blinken einem die strahlend weißen Marmorfassaden des Ortes von der halben Höhe des Monte Subasio schon entgegen. Über der Stadt thront die mächtige Burg Rocca Maggiore aus dem 14. Jahrhundert, von der aus man einen außergewöhnlich schönen Blick über das Tal hinweg bis nach Peruggia hat. Der heilige Franz von Assisi wurde 1182 hier geboren und im Jahre 1228, zwei Jahre nach seinem Tod, begann man mit dem Bau der Basilica di San Francesco. Sie setzt dem Schutzpatron der Tiere und dem Begründer des Franziskanerordens mit den weltbefrühmten Wandmalereien der Zyklen von Giotto, Cimbue und Martini ein einmaliges Denkmal. An das römische Kaiserreich erinnern die Ausgrabungen des Forums und der Tempel der Minerva, viele Gebäude weisen außerdem römische Fundamente auf. Um nur eine Auswahl der vielen Kirchen Assisis zu nennen: Santa Maria Maggiore, San Pietro, Santa Chiara und die Basilica Santa Maria degli Angeli.



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